Innovationen sind toll, wenn sie nur nicht so neu wären!

Wolfram M. Walter, PMD Akademie, Gera im November 2018

© Artram Fotolia.com

Größer könnte der Kontrast nicht sein: Anfang der Woche höre ich mir einen tollen Vortrag von dem Geschäftsführer einer Innovationsplattform an, der sinngemäß fordert: Wer innovativ sein will, braucht am Anfang etwas Mut, dann für die Umsetzung etwas Mut und am Ende nur noch ein wenig Mut.

Heute nun lese ich in einer Fachzeitschrift aus der Energiebranche (ZfK vom 28.11.2018), dass die Stadtwerke ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen, weil die reine Versorgung mit Energie nicht mehr ausreichend ist. Zitat: „Rund die Hälfte der Stadtwerke, so hat PWC ermittelt, will schon bald mit auf diesem Zug sitzen und sehen ihre Zukunft als modernen Dienstleister, der nicht mehr nur Strom und Gas, sondern Mehrwertdienste liefert – und trotz Fernauslese und digitaler Steuerung von Kundenanlagen immer noch der Versorger in der Heimat bleiben will.“

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Vergesst bei den digitalen Produkten die größte Zielgruppe nicht!

Wolfram M. Walter, Geschäftsführer der PMD Akademie und Agilphilosoph

Ich halte die Kundenzeitschrift von einem recht großen Versorger (23 Mio. Kunden weltweit) in den Händen und blättere mal einfach so durch. Es beginnt mit einem Papierkalender für 2019, den man sich im Kundenservice abholen kann und es wird die Möglichkeit beschrieben, seine Abschläge online ändern zu können.

Auf den Folgeseiten geht es um SmartHome-Lösungen, unterstützt von einem Mann (ca. 35 – 40 Jahre alt) mit einem Jungen auf dem Arm (ca. 7 – 9 Jahre alt). Weiter geht es um dezentrale Lösungen für die Heizungssteuerung, in diesem Fall garniert mit einer jungen Frau Anfang 30 und einem Hund (Alter schwer schätzbar) und um das Laden des Autos mit eBox, symbolisiert durch einen Herrn Mitte 30 mit Tablet. Einen Umzugsservice gibt es auch, aber laut abgebildeten Personen ist das eher etwas für Mitte 20 bis Anfang 30. Sharing Communities dürfen nicht fehlen, scheinbar betrifft es die Zielgruppe um die 30 und zum Schluss gibt es eine Familie, die für das Online-Magazin wirbt. Gefühlt sind die Eltern Anfang 30 mit zwei Kindern zwischen 5 und 10.

Warum ich das aufschreibe? Weiterlesen

Digitalisierung der Kundenprozesse bei Energieversorgungsunternehmen – Teil 2

Wolfram M. Walter und Alexander Jünger

Digital World in Green

© Weissblick – fotolia.com

Im 2. Teil unseres Beitrages gehen wir den Fragen nach, welche neuen Anforderungen sich aus der zunehmenden Digitalisierung der Kundenprozesse für die Mitarbeiter im Kundenservice ergeben, wie von den EVUs die Notwendigkeit einer Kooperation mit spezialisierten Dienstleistern eingeschätzt wird und welche Gefahren, Chancen bzw. welchen Nutzen sie in der Digitalisierung der Energiewirtschaft sehen. Weiterlesen