Bleib mir von der Pelle! – Stressvermeidung durch Distanzveränderungen

Wolfram M. Walter

In der Kommunikation ist das Problem nicht neu: in Abhängigkeit meiner persönlichen Befindlichkeiten löst die Distanz zu anderen Menschen unterschiedliche Hormonausschüttungen aus. Sehe ich meinen Lieblingskünstler weit entfernt auf einer großen Bühne, löst das Glücksgefühle aus. Ich fühle mich gut und der im Stadion oder in der Event-Halle erzeugte Stress ist ein positiver Stress (Eustress). Handelt es sich um einen Freund, der weit entfernt steht und den ich nicht erreichen kann, wird aus der Freude die Trauer, zumindest aber eine niedergeschlagene Stimmung. Das Problem: die Sympathie ist groß, aber ich habe keine Möglichkeit, die Distanz zu verkürzen. An den Künstler komme ich leider nicht dichter dran, dafür sorgen die Bodyguards und wenn der Freund hinter dem Kontroll-Terminal am Flughafen steht, hindern mich das fehlende Flugticket und die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma oder Polizei daran, dass wir uns nähern. Außerdem würde eine Distanz-Verkürzung von z. B. einem Meter keine spürbare Veränderung bringen. Um mich nicht selber in eine Stresssituation zu bringen, muss ich diese Öffentliche Distanz (größer 2 m) akzeptieren. Ich nenne diese die „Geht ja nicht anders-Reaktion“.

weiterlesen →

Advertisements

Rührei und Stressmanagement

Wolfram M. Walter

© Rido – Fotolia.com

Immer mehr Menschen leiden unter Stress und Burnout. Laut TK-Stressstudie 2016 liegt der Anteil bei 15 Krankheitstagen pro Jahr bereits bei 2,5 Tagen Ausfall durch Überlastung. (https://www.tk.de/tk/broschueren-und-mehr/studien-und-auswertungen/tk-stressstudie_2016/919764). Gem. dem Engagement-Index-Deutschland, der seit 2001 jedes Jahr von der Fa. Gallup aus Berlin veröffentlicht wird, wird der jährliche Schaden auf bis zu 100 Mrd.EUR geschätzt, den nicht motivierte und nicht engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzeugen, weil sie unzufrieden und auch gestresst sind.
(http://www.gallup.de/183104/engagement-index-deutschland.aspx). Weiterlesen