Was die Unternehmen bei der Digitalen Transformation vom „Event Horizon Project“ lernen können

Wolfram M. Walter, Gera im April 2019

© ESO

Am 10.04.2019 fanden in Brüssel, Santiago de Chile, Schanghai, Tokio, Taipeh und Washington D.C. gleichzeitig Pressekonferenzen statt. Wissenschaftler stellten der staunenden Presse eine Sensation vor: Bilder von einem schwarzen Loch.

Schauen wir uns zunächst die Dimensionen an: M87 ist ein supermassereiches Schwarzes Loch von 6.500.000.000 Sonnenmassen, hat einem Durchmesser von 39.000.000.000 Kilometern und ist 55.000.000 Lichtjahren entfernt. Bedenkt man, dass ein Lichtjahr einer Entfernung von 9,4605 Billionen km entspricht, kommt eine Entfernung von 520 x 1018 km zusammen. Auf der anderen Seite könnten wir uns ein Star-Treck-Raumschiff mit Warp-9-Antrieb ausleihen. Damit kann man 1,636 Billionen km/h schnell fliegen. Das bedeutet, wir wären dann nur noch 317.848.410,758 Stunden unterwegs, was lächerliche 36.284 Jahre bedeutet. Für den Flug zum Mond bräuchten wir übrigens mit Warp-9 nur noch 0,846 ms, falls ich mich nicht an irgendeiner Stelle verrechnet habe. Weiterlesen

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Ignore Bitcoin, think blockchain (Jack Ma, “noch”-CEO Alibaba)

Wolfram M. Walter, Gera im Februar 2019

Was ist denn jetzt? Ist die Blockchain ein Zukunftsmodell für die Energiewirtschaft oder nicht? Stürzen mit den Verlusten bei den kryptischen Währungen auch alle Ideen und bereits entwickelte Anwendungen ab? Sind die diejenigen die Gewinner, die schon vor 3 Jahren gesagt haben, dass das alles nichts wird? Sind die Energieversorger, die den Mut hatten, sich mit Blockchain-Anwendungen zu beschäftigen, nun die Dummen, weil sie einiges Geld, Zeit und Arbeit investiert haben? Weiterlesen

Falsche Argumente, richtig vorgetragen, führen trotzdem zu falschen Ergebnissen

Wolfram M. Walter, Gera im Januar 2019

Warum die Einführung von agilen Methoden und Strukturen häufig scheitert

Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Agilität und stellen nach den ersten Gehversuchen fest, dass das irgendwie alles nicht funktioniert. Frustriert werden die Veränderungsprojekte eingestellt. Stellt sich die Frage: Warum?

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Warum AAL eine coole Idee für digitale Produkte und Lösungen ist

Wolfram M. Walter, Gera im Januar 2019

Zugegeben, ich kannte die Abkürzung bis heute Vormittag auch noch nicht.

Vereinzelt hatte ich schon einmal darauf hingewiesen, dass man sich besonders um ältere Menschen kümmern sollte, denn diese Zielgruppe wird definitiv wachsen.  Die Lebenserwartung steigt, gleichzeitig sinkt die Geburtenrate. Ältere Menschen bleiben länger geistig und körperlich fit und die nächste Generation der „Alten“ hat bereits eine ganz andere Internet-Affinität als die letzte. Aus diesem Lebensbewusstsein heraus ergibt sich ein steigender Bedarf an Orientierungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten. Die heutige Seniorenbetreuung ist nicht mehr zeitgemäß. Die Alternative: Technische Systeme, die zunehmend in der Lage sind, Alltagstätigkeiten zu erleichtern oder zu übernehmen. Zauberwort: AAL

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Eigentlich gute Vorsätze für 2019

Wolfram M. Walter, Gera im Januar 2019

Ja, auch ich gehöre zu den 50 % der Deutschen, die mit guten Vorsätzen in das neue Jahr starten werden. Mit dem Rauchen aufzuhören wäre zu einfach, da ich eh nicht rauche. 1-2 Kilo Körpergewicht abnehmen wäre gut, ist aber auch nicht die zentrale Herausforderung. Mehr Sport zu machen ist o.k., aber da bin ich schon ganz gut unterwegs. Ich habe mir etwas anderes vorgenommen: Ich nehme mir das „Eigentlich-freie-Jahr“ vor. Sie kennen das. Eigentlich geht es mir gut, eigentlich bin ich zufrieden, eigentlich macht mir die Arbeit Freude, eigentlich ist mein Kollege ganz in Ordnung, eigentlich ist der Herr Idefix ein guter Mitarbeiter, eigentlich könnte ich die Entscheidung fällen, auf die die Mitarbeiterin schon so lange wartet, eigentlich arbeiten wir schon agil.

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Weihnachten 2030

Wolfram M. Walter zum Thema Weihnachten, Gera im Januar 2019

Wir haben das Jahr 2030 und die Familie Müller-Rochusworms (ich hoffe, keiner von Ihnen heißt so) bereitet sich auf die Weihnachtsbescherung vor.

Vater Paul (56 Jahre) surft durch seine 16 Sportkanäle, Mutter Elfriede (von allen liebevoll Elfi genannt), 52, steht in der Küche und bereitet das Essen vor. Sohn Vincent, 24, hat das letzte seiner 43 Geschenke bestellt, und startet gerade einen Shitstorm in den Sozialen Medien über den Konsumterror zu Weihnachten. Töchterchen Verena, 22, kriegt gerade einen Schreikrampf, weil irgendeine blöde Kuh den Pulli ersteigert hatte, den sie haben wollte.

„Alexa, die Soße schmeckt nicht“. „Du hast die Prise Salz vergessen“. „Alexa, eine Prise Salz in die Suppe.“ „Ich habe dich nicht verstanden“. „Eine Prise Salz in die Suppe“. „Ich habe dich nicht verstanden, kannst du das wiederholen“. Da wird Elfi klar, wie unsinnig die Anweisung ist. „Mist“. „Ich habe verstanden. Ich bestelle eine Pritsche Mist. Der Betrag von 126,45 Euro wird von deinem Konto abgebucht. Liefertermin ist der 28. Dezember.“ „Alexa!“ “Ja bitte?“. „Vergiss es!“.

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Kunden, die bellen, gehen nicht. Wir bellen nicht!

Wolfram M. Walter, Gera im Dezember 2018

 

Einleitung

Dass die Bindung eines bestehenden Kunden bis zu sechsmal rentabler ist als die Akquisition eines neuen Kunden, ist nicht wirklich neu. Leider gibt es einen Trend, dass die Kundentreue in den letzten Jahren im Grundsatz abnimmt. Dass eine hohe Kundenzufriedenheit gleichzeitig eine hohe Kundenbindung bedeutet, wurde durch verschiedenste Studien widerlegt. Branchenübergreifende Untersuchungen zeigen auf, dass bis zu 60 % der abgewanderten Kunden sehr zufrieden oder zufrieden mit den Leistungen und Produkten des jeweiligen Anbieters waren aber dennoch gekündigt haben.

Nach Darstellung der Bundesnetzagentur [1] spart ein Vier-Personen-Haushalt durch Anbieterwechsel im Schnitt 224 Euro pro Jahr. Kunden in der Grundversorgung verschenken jedes Jahr über 1,3 Milliarden Euro und rund 31 % aller Haushalte haben ihren Stromanbieter noch nie gewechselt.

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