Warum AAL eine coole Idee für digitale Produkte und Lösungen ist

Wolfram M. Walter, Gera im Januar 2019

Zugegeben, ich kannte die Abkürzung bis heute Vormittag auch noch nicht.

Vereinzelt hatte ich schon einmal darauf hingewiesen, dass man sich besonders um ältere Menschen kümmern sollte, denn diese Zielgruppe wird definitiv wachsen.  Die Lebenserwartung steigt, gleichzeitig sinkt die Geburtenrate. Ältere Menschen bleiben länger geistig und körperlich fit und die nächste Generation der „Alten“ hat bereits eine ganz andere Internet-Affinität als die letzte. Aus diesem Lebensbewusstsein heraus ergibt sich ein steigender Bedarf an Orientierungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten. Die heutige Seniorenbetreuung ist nicht mehr zeitgemäß. Die Alternative: Technische Systeme, die zunehmend in der Lage sind, Alltagstätigkeiten zu erleichtern oder zu übernehmen. Zauberwort: AAL

Dabei steht „Ambient Assisted Living“ (AAL) für „Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben“. http://www.aal-deutschland.de/

In Österreich ist man schon ein Stück weiter. Hier gibt es sogar ein „Öffentliches Gesundheitsportal“ mit den wichtigsten Informationen. Dort werden z. B. konkrete digitale Lösungen zu solchen Fragen  angeboten, wie man die Mobilität, die Kommunikation, die soziale Interaktion, Netzwerke und Autonomie verbessern kann. Hier gibt es Informationen über den Sinn der automatischen Erinnerung zur Medikamenteneinnahme bis hin zu komplexeren technischen Systemen wie Sturzmeldesystemen. https://www.gesundheit.gv.at/leben/altern/wohnen-im-alter/ambient-assisted-living

Einige Unternehmen versuchen ihr Kerngeschäft durch innovative Produkte und Leistungen zu diversifizieren. Häufig spricht man zwar von „digitalen Lösungen“, meint damit aber APPs und Online-Formulare. Meines Erachtens  handelt es sich eher um neue Kommunikationswege als denn digitale Produkte.

Der Versicherungskonzern AXA hat dies schon vor längerer Zeit erkannt und bietet über seine Tochter AXA-Partners sogenannte Assistance-Dienstleistungen an. Eine Umfrage des Konzerns hat ergeben, dass man hier eher bereit ist, Geld auszugeben als für Smart Home-Lösungen. Zwar gibt es noch Vorbehalte, aber in dem Artikel der ZfK werden die Grundideen für digitale Lösungen gleich mitgeliefert:

  • Schutzpakete gegen Cyber-Angriffe
  • technische und menschliche Hilfe für Selbstständigkeit im Alter (Assisted Ambient Living, AAL),
  • Hypotheken-Ratenschutz,
  • Mobilitätsgarantien für mechanische und elektrische Fahrräder,
  • digitale Concierge-Services
  • Smart Home-Notfalldienstleistungen.

https://www.zfk.de/energie/edl/artikel/umfrage-smart-home-nein-wohnungsschutzbrief-ja-2018-12-20/

Fazit: Es gibt ausreichend Ideen für digitale Produkte und Leistungen jenseits von Smart Home. Man muss es nur angehen. Wenn Sie sich im Rahmen von Workshops diesem Thema nähern möchten: Einfach mal Kontakt aufnehmen.

Ihr Wolfram M. Walter

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